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Mythos 1: Krafttraining ist für Kinder gefährlich

Die gängige Meinung, dass Krafttraining Wachstumsfugen negativ beeinflusst bzw. später zu Rückenleiden führt, kann fachlich nicht belegt werden. Ganz im Gegenteil: Die Empfehlung lautet, dass Kinder im Alter von 5 bis 6 Jahren mit Krafttraining beginnen können und dies spätestens mit 7 bis 8 Jahren sogar sollen/müssen.


Mythos 2: Krafttraining macht langsam, träge und unbeweglich
Vielleicht befeuern Bilder von Bodybuildern diesen Mythos, die aufgrund der Muskelmasse scheinbar in ihrer Bewegung eingeschränkt sind. Man weiß heute, dass ein gut durchgeführtes Krafttraining die Beweglichkeit vergrößert bzw. optimiert. Wichtig ist dabei, dass Bewegungen in der vollen Bewegungsamplitude ausgeführt werden (engl. "full range of motion"). Weiters wird Kraft für die Beschleunigung benötigt - je mehr, desto besser sagen die Physiker. Starke Muskeln kontrahieren schneller und kraftvoller. Ein echter Botschafter des Krafttrainings ist Jaromir Jagr. Als Siebenjähriger machte er täglich 1.000 Kniebeugen. In seinen Vierzigern spielt Jagr immer noch auf Top-Level, dank seiner erworbenen Belastungsverträglichkeit.  


Mythos 3: Krafttraining ist erst ab der Pubertät sinnvoll
Frühzeitiges Krafttraining als wichtiger Ersatz für die verloren gegangene "natürliche" Breite der motorischen Entwicklung, die früher für eine allgemeine Kraftgrundlage gelten konnte (spielen in der Natur, Klettern und Turnen)! Wenn frühzeitig mit den richtigen Krafttrainingsbewegungen begonnen wird, können natürlich Bewegungsformen erhalten werden. Verteidigen ist auf alle Fälle besser und leichter als später neu zu "erobern".


Mythos 4: Durch Krafttraining schließen sich die Wachstumsfugen verfrüht und das Kind bleibt kleiner
Diese Aussage hört sich beängstigend an, ist aber absolut unbegründet: Es gibt bisher keine einzige wissenschaftliche Studie, die diese Aussage belegt. Als Unterstützung für dieses Argument werden dann häufig Turner oder Gewichtheber herangezogen, von denen viele kleiner sind als der Durchschnitt. Doch genau so wenig wie Basketball spielen groß macht, macht auch Turnen / Gewichte heben nicht klein. Es ist in diesen Sportarten aufgrund der Hebelverhältnisse einfach nur von großem Vorteil, nicht zu groß zu sein.

Ganz im Gegenteil weisen die Studienergebnisse darauf hin, dass "high impact" Belastungen, wie sie in Unterschiedlichen Sportarten und eben auch im Krafttraining auftreten, für das physiologische Knochenwachstum wichtig sind und die Wirbelsäule in der Haltefunktion stärkt.


Mythos 5: Kinder können keine Muskeln aufbauen, weil ihnen das Testosteron fehlt
Haben Sie schon einmal ein Kind gesehen, das sich z.B. den Arm gebrochen hat und somit mehrere Wochen einen Gips tragen musste? Wenn der Gips vom Arm genommen wird, hat sich die Muskulatur sichtlich abgebaut. Wartet die Muskulatur dann bis zum Eintreten der Pubertät, bis er wieder zu wachsen beginnt? Nein, natürlich nicht. Dank eines Wachstumshormons (und Testosteron auf niederem Level) können auch Kinder lange vor der Pubertät Muskeln aufbauen. Durch Krafttraining wird auch genau dieses Hormon erhöht. In der zweiten Lebenshälfte triggert Krafttraining die Bildung von Testosteron, das auch zu einer verbesserten Lebensqualität beiträgt.


Mythos 6: Für Kinder ist das Training mit dem eigenen Körpergewicht besser als mit Gewichten

Sehr häufig bieten Gewichte oder Maschinen die Möglichkeit, eine Übung kontrolliert und mit weniger Gewicht durchzuführen, als das mit dem eigenen Körper möglich wäre. Ein Beispiel: Wenn der Liegestütz noch zu schwer ist, weil die Rumpfstabilität nicht gehalten werden kann, ist Bankdrücken eine großartige Alternative, um die Bewegung zu lernen und langsam Kraft aufzubauen.

Übrigens wirken bei Sprüngen auf den Boden von nur 20 cm Höhe Kräfte auf die Gelenke, die beim Krafttraining niemals erreicht werden.


Mythos 7: 

Schon vor der Pubertät profitieren Mädchen und Burschen von einem regelmäßigen Krafttraining: stärkere Muskeln, stabilere Knochen, besseres Körpergefühl, mehr Selbstbewusstsein.

Krafttraining vor der Pubertät hat zum Ziel, an (noch) vorhandene Bewegungsfähigkeiten anzuknüpfen und den "Kraftweg" vorzubereiten. Kräftige Athleten können ihr Potenzial im Sport ausschöpfen und sind auch im hohen Alter fitter. Der Benefit ist so gewaltig, dass die Krankenkasse dieses Training finanziell fördern sollte. Da bis heute kein Medikament bekannt ist, das beim gesunden Menschen die Alterungsvorgänge bremst, kommen dem richtig ausgewählten und betriebenen Sport sowie dem körperlichen Training eine große Bedeutung zu.